Geschichte

 

Untergang und Neuorientierung - Die Soopark-Geschichte

 

Die für eine ganze Epoche typische Textilfabrik verfügt über alle notwendigen Infrastrukturen. Sie hat nebst grossen säulenlosen Werksälen unterschiedlich kleine Einheiten, in denen früher Schreiner, Schlosser, Elektriker und viele mehr untergebracht waren. Obwohl die Anlage in der Industriezone angesiedelt ist, steht sie im Grünen direkt an der Thur. Der Soorpark ist sogar mit einem Fluss-kraftwerk verbunden, welches einen Teil der elektrischen Energie geliefert hat.

Es gab Zeiten, da haben in den grossräumigen Anlagen bis zu 700 Mitarbeiter gearbeitet. Grund genug für die verschiedensten Interessenten den Textilbetrieb ganz oder teilweise zu erhalten. Da über Jahre der Unterhalt sehr vernachlässigt wurde und die Produktion in Billigländer immer beliebter wurde, war die Aufrechterhaltung zum Scheitern verurteilt. Nach einer jahrzehntelangen für diesen Wirtschaftszweig typischen Abbauphase wird dann der Betrieb im Soor, im März 1999 definitiv geschlossen.

Mit dem Aus schliesst einer der letzten grösseren Betriebe eines sterbenden Wirtschaftszweiges.

Die Anlagen im Soor haben schon ihrer Grösse wegen Bedeutung für die Region. Soor und Bütschwil gehören zusammen, wie Leben und Arbeiten, wie Industrie und Lebensraum. Im Soor haben Generationen gelebt und gearbeitet. Nach der Schliessung der Textilindustrie stand ein Projekt „ Wirtschaftspark für Alternativenergien“ im Vordergrund. Leider war das Projekt der Zeit weit voraus und zum damaligen Zeitpunkt unter Berücksichtigung der notwendigen finanziellen Mittel nicht umsetzbar. Es mussten neue Ideen für eine gemischte Nutzung gesucht werden. Mit allen Mitteln wurde nach Lösungen gesucht, damit der Soorpark wieder eine Zukunft und für Mieter eine gesicherte Bleibe entsteht. Dank der spürbaren Begeisterung und der guten Vorschläge hat sich eine Investoren-gruppe für den Kauf entschieden.

Seit dem Jahr 2000 verwaltet der Initiant Hans Christian Helfenstein das Soorpark-Areal. Es ist ihm zusammen mit den Aktionären gelungen attraktive Mietflächen zu schaffen sowie nach und nach die verschiedensten Betriebe anzusiedeln, so dass bis zum heutigen Zeitpunkt nur noch wenige kleine Mietflächen frei sind. Auch wenn nicht mehr 700 Menschen wie zu Glanzzeiten tätig sind, so konnten doch eine Menge Arbeitsplätze wieder neu geschaffen werden und dank der Anzahl und Vielfältigkeit der Unternehmen wird es kaum zu einem so folgenschweren Ereignis wie anno 1999 kommen. Total sind es 34 Gewerbe- und 9 Privatmieter mit gut 200 Arbeitsplätzen.

 

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